Weltweit befinden sich Unternehmen inmitten einer laufenden Anwendungsmodernisierung, wodurch mehr Daten entstehen, als ein einzelnes Unternehmen mit einer herkömmlichen Infrastruktur bewältigen kann.
Moderne Organisationen müssen daher die Vorteile der Virtualisierung für ein nahtloses Anwendungsmanagement verstehen und nutzen.
Wichtige Erkenntnisse:
Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen nutzt Virtualisierung bereits in gewissem Umfang, aber Führungskräfte können eine fundierte Entscheidung darüber treffen, ob sie stärker in Virtualisierung investieren sollten, indem sie verstehen, wie sehr sie dem Unternehmen nutzen kann.
Virtualisierung ist der Prozess der Erstellung einer virtuellen Version eines Gegenstandes, der ursprünglich nur physisch existierte. Die Virtualisierung bietet zahlreiche Vorteile, wie beispielsweise die Möglichkeit, das Potenzial eines einzelnen Hardwarebauteils optimal auszuschöpfen, indem aus dessen Ressourcen viele virtuelle Maschinen (VMs) erstellt werden.
Es gibt zudem viele Möglichkeiten, Virtualisierung zu nutzen, woraus sich verschiedene gängige Virtualisierungstypen ergeben:
Die durch den Virtualisierungsprozess erstellten VMs sind im Wesentlichen Duplikate der zugrunde liegenden Hardware selbst. Es ist möglich, dass viele VMs an einem physischen Standort existieren. Dies bedeutet beispielsweise, dass ein Server Anwendungsfunktionen für Hunderte oder mehr Benutzer bereitstellen kann, indem er die gleiche Anzahl von VMs generiert.
All dies ist dank des Vorhandenseins eines Hypervisors möglich. Die Hypervisor-Software ist dafür verantwortlich, Betriebssysteme und Hardware in VMs zu abstrahieren und anschließend die Zuweisung von Arbeitsspeicher, Speicherplatz und CPU-Leistung über alle VMs hinweg zu verwalten.
Der Hypervisor stellt außerdem sicher, dass die VMs voneinander getrennt sind und gewährleistet so die Sicherheit des gesamten Netzwerks, selbst wenn eine VM bösartigen Aktivitäten ausgesetzt ist. Dies bedeutet jedoch, dass der Hypervisor in der Lage sein muss, die Kommunikation zwischen allen VMs eigenständig zu verwalten.
Das Verständnis der Rolle von VMs und eines Hypervisors ist nur ein Schritt hin zur richtigen Nutzung der Virtualisierung. Es ist ebenso wichtig, die drei grundlegendsten Vorteile der Virtualisierung zu kennen.
Virtualisierung ist heute ein strategischer Kontrollpunkt für Kosten, Risiken und Innovation. Durch die Abstraktion von Rechenleistung, Speicher und Netzwerk erhalten Unternehmen die Flexibilität, jede beliebige Arbeitslast auszuführen – lokal, in der öffentlichen Cloud oder am Netzwerkrand – ohne an einen einzigen Hardware-Aktualisierungszyklus oder eine bestimmte Rechenzentrumsgröße gebunden zu sein. Eine aktuelle Umfrage von TechTarget | ESG ergab, dass 76 % der IT-Leiter die Kosten der Hypervisor-Software als Hauptsorge nennen, während 37 % planen, ihren primären Hypervisor im nächsten Budgetzyklus zu ersetzen. Gleichzeitig prognostiziert IDC bis 2028 ein starkes Wachstum der Ausgaben für containerbasierte virtuelle Umgebungen, da KI und Cloud-native Workloads stark zunehmen.
Die Minimierung des Hardwareaufwands führt zu geringeren Kosten und einem niedrigeren CO2-Fußabdruck. Die Weiterentwicklung des Hypervisors trägt zur Realisierung des modernen Rechenzentrums bei, indem die darunterliegende Hardware „gedupliziert“ wird und so die Effizienz eines einzelnen Hardwarebauteils vervielfacht wird. Einer der Hauptgründe, warum Unternehmen Hypervisor-Technologie einsetzen, ist beispielsweise die Servervirtualisierung.
Virtualisierung minimiert die Anzahl der physischen Server, die ein Unternehmen benötigt. IT-Verantwortliche können die Ressourcen eines einzelnen Servers optimal nutzen, indem sie von diesem einen Hardwarepunkt aus mehrere virtuelle Server erstellen.
Neben der Reduzierung der Menge an Hardware vor Ort können Unternehmen auch die Gesamtnutzung der Hardware, die sie behalten wollen, verringern. Virtualisierung ermöglicht einen Ansatz, bei dem man nur das nutzt, was man braucht, wenn man es braucht, und senkt dadurch langfristig den Wartungsaufwand, die Ausfallzeiten und den Stromverbrauch.
Virtuelle Maschinen sind zudem hardwareunabhängig, was bedeutet, dass es möglich ist, jede Maschine auf jeder beliebigen Hardware auszuführen. Es ist nicht nötig, mehrere physische Maschinen zu betreiben, um verschiedene proprietäre Dienste zu ermöglichen, wenn eine einzige Maschine alles durch Virtualisierung erledigen kann.
Eine IT-Umgebung kann jederzeit durch Katastrophen in Form von Naturereignissen oder böswilligen Angriffen heimgesucht werden. Ein weiterer Vorteil der Virtualisierung besteht darin, dass sie den Backup-Aspekt der Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery , DR) erheblich vereinfacht. Jede VM kann regelmäßig Snapshots erstellen, um sicherzustellen, dass immer die aktuellsten Daten verfügbar sind.
Tests sind ein weiterer wichtiger Aspekt, weniger im Hinblick auf die Notfallwiederherstellung, sondern vielmehr auf die Katastrophenprävention. Es ist oft vorzuziehen, in einer virtuellen Umgebung zu testen, um die Kernhardware im Fehlerfall nicht zu beeinträchtigen. Das Testen in VMs gewährleistet zudem einen einfachen Zugriff auf Snapshots für eine schnelle Wiederherstellung.
Im Katastrophenfall ermöglicht die große Anzahl an Snapshots, die von verschiedenen VMs verfügbar sind, eine hocheffiziente Wiederherstellung. Es gibt immer mindestens einen aktuellen Snapshot, mit dem die VMs schnell wieder zum Laufen gebracht werden können.
Im schlimmsten Fall, wenn ein ganzer Server ausfällt oder anderweitig nicht verfügbar ist, besteht ein weiterer Vorteil der Virtualisierung darin, dass er mithilfe von VM-Snapshots problemlos an einem anderen Hardwarestandort neu bereitgestellt werden kann.
Eine vollständig virtualisierte Umgebung ist in ihrer Struktur einer Cloud-Umgebung äußerst ähnlich. Tatsächlich basiert Cloud Computing im Kern auf Virtualisierung. Die Einführung von Virtualisierung kann ein Unternehmen auf eine reibungslose Cloud-Migration vorbereiten.
Virtuelle Maschinen sind in einer Cloud-Umgebung sehr flexibel, wodurch es einfach ist, bestehende VMs in der Cloud einzusetzen. Die Erweiterung der Funktionalitäten vom privaten On-Premises-Rechenzentrum auf die öffentliche Cloud ist die Grundlage einer hybriden Cloud- Umgebung, die die Vorteile beider Ökosysteme nutzt.
Virtualisierung erhöht Flexibilität, Agilität, Skalierbarkeit und Leistung sowohl lokal als auch in der Cloud. Die Implementierung von Virtualisierung auf allen Unternehmensebenen steigert die Effizienz des IT-Betriebs und ermöglicht eine stärkere Expansion in die Cloud.
Gartner prognostiziert, dass bis 2025 51 % der IT-Ausgaben in verschiedenen Kategorien von traditionellen Lösungen in die Public Cloud verlagert werden. Dieser Wandel in der Mehrheit der IT-Unternehmen zeigt, dass viele Organisationen bestrebt sind, den Hardwareaufwand vor Ort zu reduzieren und die Kosteneffizienz durch Virtualisierung und Cloud-Computing zu verbessern.
Für einen tieferen Einblick in die Auswirkungen gemischter Infrastrukturen auf die Cloud-Kosten werfen Sie einen Blick auf den 5. jährlichen Enterprise Cloud Index.
Virtualisierung verbessert die Fähigkeiten zur Notfallwiederherstellung, indem sie die Wiederherstellung in einen softwaredefinierten Dienst umwandelt, der jede Arbeitslast als portable virtuelle Kopie kapselt, die auf jedem kompatiblen Server oder in der Cloud neu gestartet werden kann – wodurch die Verfügbarkeit gewährleistet und das Risiko im Unternehmensmaßstab reduziert wird. Es verpackt jede Arbeitslast in ein in sich geschlossenes virtuelles Maschinenabbild. Da dieses Image unabhängig von spezifischer Hardware ist, können IT-Teams es auf jedem kompatiblen Host oder in jeder Cloud-Region kopieren, replizieren und neu starten. Das Ergebnis ist ein Wiederherstellungsmodell, das Ausfallzeiten drastisch reduziert, Wiederherstellungsziele präzisiert und das Rätselraten bei groß angelegten Failover-Vorgängen beseitigt. Die Vorteile der Virtualisierung bei der Notfallwiederherstellung zeigen sich in fünf kritischen Bereichen:
Snapshot-Geschwindigkeit: Hypervisoren erfassen in Sekundenschnelle ein vollständiges Systemabbild; Sie können es sofort wiederherstellen oder einbinden, wodurch die Wiederherstellungszeit (RTO) auf wenige Minuten verkürzt wird.
Hardwareunabhängigkeit: Eine VM startet auf jedem geeigneten Host oder Cloud-Knoten, sodass die Wiederherstellung nie auf identische Hardware warten muss.
Granulare Replikation: Asynchrone, nahezu synchrone oder synchrone Richtlinien schützen Daten in Intervallen von 20 Sekunden bis zu einer Stunde und erfüllen so unterschiedliche Wiederherstellungspunktziele.
Orchestriertes Failover: Die Runbook-Automatisierung schaltet VM-Gruppen in der richtigen Reihenfolge ein, erhält die Netzwerkeinstellungen und optimiert das Failback.
Unterbrechungsfreies Testen: Geklonte Kopien laufen in einem isolierten Netzwerk, sodass Teams DR-Pläne validieren können, ohne die Produktionsumgebung zu beeinträchtigen.
Zu den Vorteilen der Virtualisierung zählen die Reduzierung des Hardwareaufwands, die Erleichterung einer effektiven Notfallwiederherstellung und die Schaffung eines reibungslosen Weges in die Cloud. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass alle Virtualisierungslösungen diese Vorteile voll ausschöpfen. IT-Verantwortliche benötigen eine exzellente Cloud-Plattform, die es dem Unternehmen ermöglicht, das maximale Potenzial der Virtualisierung auszuschöpfen.
Die Nutanix Cloud Platform (NCP) bietet eine schlüsselfertige Private-Cloud-Lösung, die Nutanix AHV als moderne und sichere Virtualisierungslösung für Unternehmen jeder Größe umfasst. Mit einem Hypervisor, der eine einfache Verwaltung und niedrige Betriebskosten ermöglicht, können Unternehmen die volle Leistungsfähigkeit der Virtualisierung effektiv nutzen und gleichzeitig ihre Service-Level-Agreements problemlos einhalten.
Der AHV-Hypervisor unterstützt auch das hybride Multicloud-Design. Dies bedeutet, dass der Hypervisor standardmäßig vollständig für die kompetente Virtualisierung in On-Premises-, Public-Cloud- und Multi-Cloud- Umgebungen ausgestattet ist.
Moderne Unternehmen können die Vorteile der Virtualisierung nutzen, um die große Anzahl an Anwendungen zu verwalten, die für den Wettbewerb auf dem Markt notwendig sind. Mit Nutanix ist es möglich, Anwendungen auszuführen und Daten überall mit nur einer einzigen Plattform zu verwalten.
Erfahren Sie mehr über andere Möglichkeiten zur Vereinfachung des Datenmanagements in der Cloud und wie sich die Virtualisierung auf die virtuelle Desktop-Infrastruktur ausweitet.
Die Nutanix „How-to“-Info-Blog-Serie soll Nutanix-Anwender und alle, die ihr Wissen über Cloud-Infrastruktur und verwandte Themen erweitern möchten, aufklären und informieren. Diese Reihe konzentriert sich auf wichtige Themen, Probleme und Technologien rund um Enterprise Cloud, Cloud-Sicherheit, Infrastrukturmigration, Virtualisierung, Kubernetes usw. Informationen zu spezifischen Nutanix-Produkten und -Funktionen finden Sie hier.
© 2026 Nutanix, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Weitere rechtliche Informationen finden Sie hier.