Die VM-Provisionierung, also die Bereitstellung virtueller Maschinen (VMs), ist das Rückgrat des modernen Infrastrukturbetriebs und ermöglicht es Unternehmen, Compute-Ressourcen in Hybrid-Cloud-, Private-Cloud- und Multi-Cloud-Umgebungen bereitzustellen. Workloads verteilen sich zunehmend auf lokale Rechenzentren, Public Clouds und Edge-Standorte. Eine schnelle und konsistente VM-Bereitstellung wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für effiziente IT-Prozesse.
Für viele Plattform- und IT-Betriebsteams ist die VM-Provisionierung jedoch nach wie vor ein weitgehend manueller, ticketbasierter Prozess, der von Verzögerungen, Inkonsistenzen und menschlichen Fehlern geprägt ist. Ingenieure verbringen Stunden damit, einzelne VMs zu konfigurieren, sich in unterschiedlichen Tools auf verschiedenen Cloud-Plattformen zurechtzufinden und Bereitstellungsfehler zu beheben, die durch Fehlkonfigurationen verursacht wurden. Diese Ineffizienzen verstärken sich mit der Skalierung der Infrastruktur und führen so zu Engpässen, die die Anwendungsbereitstellung verlangsamen und die Entwicklungsteams frustrieren.
Die Lösung liegt in der Automatisierung. Durch die Automatisierung von VM-Provisionierungsworkflows können Organisationen die Geschwindigkeit, Wiederholbarkeit und Skalierbarkeit erreichen, die für die Unterstützung moderner Anwendungsarchitekturen erforderlich sind. Dieser Artikel bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Plattform- und IT-Betriebsingenieure, die robuste, automatisierte VM-Provisionierungsstrategien implementieren möchten, die nahtlos über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg funktionieren. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Nutanix Cloud Manager (NCM) Self-Service Blueprints, Self-Service-Kataloge und zentrale Governance in einem einheitlichen Workflow zusammenführt.
Was ist automatisierte VM-Provisionierung?
Automatisierte VM-Provisionierung bezeichnet den Prozess, virtuelle Maschinen ohne manuelle Eingriffe bereitzustellen, zu konfigurieren und in das Netzwerk einzubinden. Statt einzelner Tickets und manueller Schritte definieren IT-Teams den gewünschten Zustand einer VM einmalig in einer Vorlage (Blueprint) und stellen diese über einen Self-Service-Katalog bereit. Eine Orchestrierungsschicht übernimmt die Ausführung, während Policy- und Governance-Kontrollen sicherstellen, dass jede VM den Compliance-, Kosten- und Sicherheitsvorgaben des Unternehmens entspricht.
Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick
Manuelle VM-Provisionierung skaliert nicht: Ticketbasierte Prozesse erzeugen Engpässe, Konfigurationsdrift und menschliche Fehler, sobald die Infrastruktur über mehrere Cloud-Umgebungen hinweg wächst.
Automatisierung erfordert drei Schichten: standardisierte Blueprints (Templates), eine Orchestrierungs-Engine sowie eine Governance- und Self-Service-Schicht für Endnutzer.
Hybrid- und Multi-Cloud-Konsistenz ist die zentrale Herausforderung: Eine einheitliche Provisionierungsschicht über On-Premises, Public Cloud und Edge ist Voraussetzung für betriebliche Geschwindigkeit und Compliance.
Self-Service entlastet IT-Betriebsteams: Wenn Entwickler und Anwendungsteams VMs direkt aus einem genehmigten Katalog beziehen, sinken Bereitstellungszeiten von Tagen auf Minuten, ohne Kontrollverlust.
Nutanix Cloud Manager (NCM) Self-Service vereint Schichten in einer Plattform: Die Plattform ermöglicht Blueprinting, Self-Service-Kataloge, Cloud-Orchestrierung und zentrale Governance über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg.
Vorteile VM-Provisionierung Automatisierung
Die Implementierung automatisierter VM-Provisionierung liefert messbare Verbesserungen in mehreren Bereichen des IT-Betriebs:
Schnellere Bereitstellung: Automatisierte VM-Provisionierung reduziert die Bereitstellungszeit von Stunden oder Tagen auf Minuten. Automatisierte Arbeitsabläufe eliminieren manuelle Konfigurationsschritte und ermöglichen eine Self-Service-Provisionierung, bei der Entwickler und Anwendungsteams vorkonfigurierte VMs on demand bereitstellen können, ohne auf Operations-Tickets warten zu müssen.
Höhere operative Effizienz: Automatisierung befreit IT-Teams von sich wiederholenden, wenig wertvollen Aufgaben. Anstatt einzelne VMs manuell zu konfigurieren, können sich Ingenieure auf strategische Initiativen wie die Optimierung der Infrastruktur-Performance, die Verbesserung der Sicherheitslage und die Entwicklung neuer Automatisierungsfunktionen konzentrieren.
Verbesserte Compliance und Sicherheitslage: Standardisierte Blueprints und Policy-gesteuerte Workflows gewährleisten eine konsistente Anwendung von Sicherheitsrichtlinien und Konfigurationsstandards. Automatisierte Provisionierungsworkflows setzen Guardrails bei der Bereitstellung durch, verringern das Risiko von Fehlkonfigurationen und stellen sicher, dass alle VMs den organisatorischen Standards für Patching, Überwachung und Zugriffskontrolle entsprechen.
Konsistenz über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg: Automatisierte Provisionierungsworkflows setzen identische Konfigurationsstandards für VMs durch, unabhängig davon, ob sie in einem On-Premises-Rechenzentrum, einer Public Cloud oder am Edge bereitgestellt werden. Dies eliminiert Konfigurationsdrifts, vereinfacht Audits und ermöglicht es IT-Teams, einheitliche Sicherheits- und Compliance-Richtlinien über die gesamte verteilte Infrastruktur hinweg durchzusetzen.
Geringere Betriebskosten und Ressourcenoptimierung: Durch die Standardisierung von VM-Größen, Speicherzuweisungen und Lebenszyklusrichtlinien verhindert automatisierte Provisionierung VM-Wildwuchs (VM Sprawl) und überdimensionierte Workloads. Self-Service-Kataloge mit integrierten Quota- und Kostenkontrollen geben IT-Teams Transparenz darüber, welche Ressourcen von welchem Team verbraucht werden, und ermöglichen eine präzise Cloud-Kostenoptimierung.
Die Herausforderungen der manuellen VM-Provisionierung
Bevor Sie mit der Implementierung beginnen, müssen Sie die spezifischen Herausforderungen verstehen, die durch die Automatisierung gelöst werden. Die manuelle VM-Provisionierung schafft mehrere operative Schwachstellen, die sich direkt auf die Agilität des Unternehmens auswirken:
Isolierte Toolsets und inkonsistente Umgebungen: Heterogene Hypervisor- und Cloud-Plattformen zwingen Ingenieure dazu, mehrere Provisionierungsmethoden zu erlernen und zu pflegen. Ein VM-Bereitstellungsprozess, der auf einem Hypervisor funktioniert, lässt sich möglicherweise nicht auf Public-Cloud-Umgebungen übertragen, was Wissenssilos schafft und das Risiko von Konfigurationsabweichungen erhöht.
Engpässe durch ticketbasierte Provisionierung: Manuelle, ticketbasierte Provisionierung führt zu unnötigen Verzögerungen in der Bereitstellungspipeline. Wenn jede VM-Anfrage eine manuelle Genehmigung, Zuweisung, Konfiguration und Validierung erfordert, können sich die Provisionierungszeiten von Stunden auf Tage ausdehnen, was zu Reibungen zwischen Operations- und Entwicklungsteams führt.
Mangelnde Governance und Compliance-Nachverfolgung: Fehlende automatisierte Governance-Kontrollen erschweren die Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien, die Nachverfolgung der Ressourcennutzung und die Pflege von Audit-Trails. Ohne automatisierte Kontrollen haben Organisationen Schwierigkeiten, VM-Wildwuchs (VM Sprawl) zu verhindern, eine konsistente Sicherheitskonfiguration sicherzustellen oder die Einhaltung regulatorischer Anforderungen nachzuweisen.
Menschliche Fehler und Konfigurationsdrift: Manuelle VM-Konfiguration ist anfällig für Tippfehler, übersprungene Schritte und nicht dokumentierte Anpassungen, die im Laufe der Zeit zu Konfigurationsdrift zwischen identisch geplanten Umgebungen führen. Diese Abweichungen erschweren das Troubleshooting, untergraben die Reproduzierbarkeit und können bei Audits zu Compliance-Lücken führen.
Eingeschränkte Skalierbarkeit: Manuelle Workflows skalieren linear mit dem Personalaufwand. Sobald die Anzahl der bereitzustellenden VMs schneller wächst als das IT-Operations-Team, entstehen Engpässe, die strategische Initiativen wie Cloud-Migrationen, Disaster-Recovery-Tests oder die Bereitstellung neuer Anwendungsumgebungen verzögern.
Schlüsselkomponenten der VM-Provisionierungsautomatisierung
Eine effektive Automatisierung der VM-Provisionierung erfordert das Zusammenspiel mehrerer grundlegender Funktionen: Hypervisor-APIs für die programmatische VM-Steuerung, Netzwerkorchestrierung für die Konfiguration von VLANs und SDN, Blueprints und Self-Service-Kataloge für standardisierte Bereitstellungen sowie API- und CI/CD-Integration für die Anbindung an DevOps-Pipelines.
Hypervisor-basierte Automatisierung
Moderne Hypervisoren wie Nutanix AHV bieten native APIs und Management-Schnittstellen, die ein programmatisches VM-Lebenszyklusmanagement ermöglichen. Anstatt sich manuell durch Managementkonsolen zu klicken, können Ingenieure diese APIs nutzen, um VM-Spezifikationen im Code zu definieren und Provisionierungsworkflows automatisch auszuführen. Der Support für branchenübliche Virtualisierungsplattformen sorgt dafür, dass Automatisierungs-Workflows in verschiedenen Infrastrukturumgebungen portabel bleiben. Da Nutanix AHV als integrierter Bestandteil der Plattform ohne separate Hypervisor-Lizenzierung enthalten ist, lassen sich Automatisierungsinitiativen ohne zusätzliche Lizenzkosten skalieren.
Netzwerkkonfiguration und SDN-Integration
Netzwerkkonnektivität ist ein entscheidender, aber häufig übersehener Aspekt der VM-Provisionierung. Effektive automatisierte Provisionierungslösungen müssen neben den Rechenressourcen auch die Netzwerkkonfiguration orchestrieren, einschließlich VLAN-Zuweisungen, IP-Adressen-Zuweisung, Mitgliedschaft in Sicherheitsgruppen, Load-Balancer-Registrierung und Netzwerkvirtualisierung. Die Integration mit Plattformen für Software-definiertes Networking (SDN) ermöglicht es, die Netzwerk-Provisionierung automatisch zu skalieren und anzupassen, sobald VMs bereitgestellt werden.
Blueprinting und Self-Service-Kataloge
Blueprints dienen als wiederverwendbare Vorlagen für virtuelle Maschinen und erfassen sämtliche Konfigurationsdetails in einem versionskontrollierten Artefakt. Dazu zählen Compute-Ressourcen, Storage, Netzwerkeinstellungen, installierte Software und Sicherheitsvorgaben. Self-Service-Kataloge, die auf diesen Blueprints basieren, ermöglichen Entwicklern die Provisionierung vorab genehmigter VM-Konfigurationen über eine einfache Schnittstelle, sodass keine Operations-Tickets mehr erforderlich sind und gleichzeitig Governance und Compliance gewahrt bleiben. In Nutanix Cloud Manager (NCM) Self-Service werden Blueprints als Application-Profiles modelliert, die Compute-, Netzwerk- und Anwendungsschichten in einer einzigen, wiederverwendbaren Definition verbinden und so konsistente Bereitstellungen über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg ermöglichen.
APIs und Scripting-Support für CI/CD-Pipelines
Moderne Infrastrukturen müssen mit Workflows für kontinuierliche Integration und kontinuierliche Bereitstellung (CI/CD) integriert werden. REST-APIs ermöglichen es Provisionierungssystemen, Bereitstellungsanfragen von Jenkins, GitLab oder anderen CI/CD-Tools zu empfangen, wodurch die Infrastruktur automatisch als Teil der Anwendungsbereitstellungspipelines bereitgestellt wird. Diese enge Integration zwischen Anwendungscode und Infrastruktur-Provisionierung ist für Organisationen, die DevOps-Praktiken übernehmen, unerlässlich.
Einstieg in die Automatisierung der VM-Provisionierung
Die erfolgreiche Implementierung der automatisierten VM-Provisionierung erfordert einen methodischen Ansatz, der die technischen Fähigkeiten mit den organisatorischen Prozessen in Einklang bringt. Befolgen Sie diese vier Schritte, um eine robuste, skalierbare Provisionierungslösung zu erstellen:
1. Definieren Sie gewünschte Provisionierungsworkflows und Zielumgebungen
Beginnen Sie damit, Ihre aktuellen Provisionierungsprozesse abzubilden und Automatisierungsmöglichkeiten zu identifizieren. Dokumentieren Sie typische VM-Bereitstellungsszenarien, Entwicklungsumgebungen, Produktions-Workloads, Testsysteme, und katalogisieren Sie die Konfigurationsanforderungen für jedes davon.
Identifizieren Sie, welche Cloud-Plattformen und On-Premises-Umgebungen Sie unterstützen müssen, und bewerten Sie etwaige Hybrid-Cloud-Abhängigkeiten, bei denen sich Workloads über mehrere Umgebungen erstrecken. Ein klares Verständnis der zugrundeliegenden Virtualisierungsarchitektur ist dabei die Grundlage, um Blueprints, Netzwerkkonfigurationen und Governance-Richtlinien konsistent über verteilte Umgebungen hinweg zu modellieren.
Diese Erkundungsphase stellt sicher, dass Ihre Automatisierungslösung den tatsächlichen betrieblichen Anforderungen entspricht und nicht nur theoretische Möglichkeiten bietet.
2. Erstellen Sie wiederverwendbare Blueprints mit NCM Self-Service
Der NCM Self-Service bietet ein leistungsstarkes Blueprinting-Framework zur Definition von mehrstufigen Anwendungen und Infrastrukturkomponenten. Erstellen Sie Blueprints, die Ihre Standard-VM-Konfigurationen codieren, einschließlich Compute-Spezifikationen, Betriebssystem-Images, Netzwerkeinstellungen und Post-Deployment-Skripts.
Entwerfen Sie Blueprints unter Berücksichtigung der Parametrisierung – verwenden Sie Variablen für Werte, die sich zwischen Bereitstellungen ändern (wie Umgebungsnamen oder Instanzgrößen), anstatt Konfigurationsdetails fest zu codieren. Diese Wiederverwendbarkeit ist der Schlüssel zur Skalierung Ihrer Automatisierung über verschiedene Use Cases und Umgebungen hinweg.
3. Erstellen Sie Self-Service-Kataloge für Entwickler und Operations
Wandeln Sie Ihre Blueprints in Self-Service-Katalogelemente um, mit denen Teams Infrastruktur on demand provisionieren können. Definieren Sie Katalogangebote für gängige Szenarien wie „Development Web Server“ oder „Production Database Cluster“ und abstrahieren Sie die technische Komplexität hinter einfachen Schnittstellen.
Konfigurieren Sie bei Bedarf Genehmigungsworkflows, um sicherzustellen, dass kostenintensive oder Produktionsbereitstellungen einer angemessenen Kontrolle unterliegen, während gleichzeitig eine schnelle Provisionierung für Entwicklung und Tests aufrechterhalten wird.
4. Nutzen Sie richtlinienbasierte Governance
Implementieren Sie automatisierte Kontrollen, die organisatorische Richtlinien zum Zeitpunkt der Provisionierung durchsetzen. Definieren Sie Kontingente, die den Ressourcenverbrauch pro Projekt oder Team begrenzen und so ausufernde Kosten sowie unkontrolliertes Infrastrukturwachstum verhindern. Konfigurieren Sie Genehmigungsworkflows, die Anfragen je nach Umgebung, Kostenschwellenwerten oder Compliance-Anforderungen an die entsprechenden Beteiligten weiterleiten.
Implementieren Sie Zugriffskontrollen, die bestimmte Bereitstellungsoptionen auf autorisierte Anwender beschränken und gleichzeitig umfassende Self-Service-Funktionen für Standardkonfigurationen aufrechterhalten. Diese Governance-Mechanismen stellen sicher, dass die Automatisierung die notwendigen Kontrollen verbessert statt umgeht.
Best Practices für eine nachhaltige Automatisierung der VM-Provisionierung
Eine erfolgreiche Automatisierung erfordert mehr als nur die technische Umsetzung – sie verlangt ein kontinuierliches Engagement für operative Exzellenz:
Nutzung von Infrastructure-as-Code, wo immer möglich
Behandeln Sie Ihre Provisionierungs-Blueprints und Automatisierungsskripte wie Anwendungscode. Speichern Sie sie in Versionskontrollsystemen wie Git, implementieren Sie Code-Review-Prozesse für Änderungen und verwenden Sie automatisierte Tests, um vor der Bereitstellung in der Produktion die Blueprint-Funktionalität zu überprüfen. Infrastructure-as-Code-Praktiken sorgen dafür, dass Ihre Automatisierung wartbar, prüfbar und widerstandsfähig gegenüber Veränderungen bleibt, während sich Ihre Infrastruktur weiterentwickelt.
Automatisierung mit Change-Management-Workflows in Einklang bringen
Integrieren Sie die automatisierte Provisionierung in bestehende Change Management-Prozesse, anstatt sie zu umgehen. Konfigurieren Sie Ihre Automatisierungsplattform so, dass bei der Bereitstellung von Infrastruktur, der Pflege von Prüfprotokollen und Compliance-Nachweisen Änderungsdatensätze in ServiceNow oder Ihrer ITSM-Plattform erstellt werden.
Entwerfen Sie Genehmigungsworkflows, die die bestehenden Genehmigungsgremien für Änderungen widerspiegeln und sicherstellen, dass die Automatisierung die notwendige Governance beschleunigt und nicht umgeht.
Für Organisationen in regulierten Branchen oder im KRITIS-Sektor unterstützen vollständige, automatisch generierte Audit-Trails die Nachweisführung gegenüber gängigen Rahmenwerken wie der DSGVO, dem BSI C5 oder der NIS2-Richtlinie.
Kontinuierliche Überwachung und Optimierung der Provisionierungsgeschwindigkeit und Ressourcenauslastung
Implementieren Sie Telemetrie und Überwachung für Ihre Provisionierungsworkflows. Verfolgen Sie wichtige Kennzahlen wie die Zeit bis zur Provisionierung, die Erfolgsquote der Bereitstellung und Muster der Ressourcennutzung. Nutzen Sie diese Daten, um Engpässe in Ihren Automatisierungsabläufen zu identifizieren und Blueprint-Konfigurationen im Hinblick auf Performance und Kosteneffizienz zu optimieren.
Überprüfen Sie die provisionierte Infrastruktur regelmäßig auf ungenutzte oder unterausgelastete VMs und implementieren Sie automatisierte Außerbetriebnahmerichtlinien, um VM-Wildwuchs (VM Sprawl) zu verhindern.
Standardisieren Sie Blueprints und führen Sie regelmäßige Drift-Reviews durch
Pflegen Sie eine zentral verwaltete Bibliothek freigegebener Blueprints und beschränken Sie die Erstellung neuer Blueprints auf eine definierte Gruppe von Platform-Engineering-Verantwortlichen. Führen Sie regelmäßige Reviews durch, um sicherzustellen, dass aktive Blueprints weiterhin den aktuellen Sicherheits-, Compliance- und Architekturstandards entsprechen, und entfernen Sie veraltete Versionen aus dem Self-Service-Katalog. Eine kuratierte Blueprint-Bibliothek ist die wichtigste Verteidigungslinie gegen Konfigurationsdrift in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen.
Planen Sie den VM-Lebenszyklus von Anfang an mit
Definieren Sie für jeden Blueprint nicht nur die Bereitstellungs-, sondern auch die Stilllegungslogik. Konfigurieren Sie ablaufbasierte Richtlinien für temporäre Umgebungen (etwa Entwicklungs- oder Test-VMs), automatische Snapshot- und Backup-Zeitpläne für Produktions-Workloads sowie Tagging-Standards, die eine eindeutige Zuordnung zu Eigentümer, Kostenstelle und Umgebung ermöglichen.
Vollständiges Lebenszyklusmanagement verhindert, dass automatisierte Provisionierung Geschwindigkeit gegen langfristige operative Kontrolle eintauscht.
Nutanix-Ansatz zur automatisierten Provisionierung
Nutanix bietet umfassende Funktionen zur Automatisierung der VM-Provisionierung in unterschiedlichen Infrastrukturumgebungen durch NCM Self-Service und ein breiteres Ökosystem:
NCM Self-Service für Orchestrierung und Blueprints
NCM Self-Service für Orchestrierung und Blueprints dient als einheitliche Steuerungsebene für die Automatisierung der Infrastruktur. Mit dem Blueprint-Framework von NCM Self-Service können Sie vollständige Anwendungs-Stacks in einem einzigen deklarativen Modell definieren. Dazu gehören VMs, Storage, Netzwerkkonfigurationen und Anwendungsabhängigkeiten. Die native AHV-Unterstützung der Plattform sowie Integrationen für AWS, Azure, GCP und VMware ermöglichen eine wahrhaft hybride Automatisierung, bei der ein einzelner Blueprint über mehrere Clouds verteilt werden kann.
Hybride Multi-Cloud-VM-Bereitstellung
Das Cloud-agnostische Automatisierungsframework von Nutanix macht hybride Multi-Cloud-VM-Bereitstellung in der Praxis umsetzbar. Definieren Sie Ihre Infrastrukturanforderungen einmal und stellen Sie Workloads anschließend am jeweils geeigneten Standort bereit. Das kann in lokalen AHV-Clustern, in AWS für zusätzliche Kapazitäten oder in Azure für eine globale Bereitstellung erfolgen. Entscheidend sind die Anforderungen des Workloads sowie Kosten- und Compliance-Vorgaben. Diese Flexibilität macht Ihre Automatisierungsinvestitionen zukunftssicher, wenn sich die Cloud-Strategien weiterentwickeln.
Integration in bestehende Toolchains
Die Integration mit ServiceNow, Terraform, Jenkins und anderen Tools gewährleistet, dass die Nutanix-Automatisierung in bestehende Toolchains integriert wird, anstatt eine komplette Ersetzung zu erzwingen. NCM Self-Service integriert sich mit ServiceNow für Anfrage-Management und Genehmigungsworkflows, arbeitet mit Terraform für Infrastructure-as-Code-Deployments zusammen und stellt REST-APIs bereit, die es Jenkins und anderen CI/CD-Tools ermöglichen, Provisionierungsworkflows auszulösen. Diese Integrationen schaffen ein zusammenhängendes Automatisierungsökosystem anstatt eines weiteren Silos.
One-Click-Bereitstellung über Clouds hinweg
Die One-Click-Bereitstellung über Clouds hinweg verwandelt komplexe, mehrstufige Provisionierungsprozesse in einfache Self-Service-Vorgänge. Über den Self-Service-Marketplace und den Anwendungskatalog können Endbenutzer vorkonfigurierte Anwendungen und Infrastrukturen mit einem einzigen Klick bereitstellen, während die Betriebsteams die volle Kontrolle über zugrunde liegende Implementierungen, Richtlinien und Governance behalten.
Fazit
Die Automatisierung der VM-Provisionierung ist für Organisationen, die in Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen operieren, nicht mehr optional. Die Geschwindigkeit, Konsistenz und operative Effizienz, die die Automatisierung bietet, wirken sich direkt auf die Agilität des Unternehmens und seine Wettbewerbsposition aus. Durch die Implementierung automatisierter Provisionierungsworkflows auf Basis von Plattformen wie NCM Self-Service können Plattform- und IT-Betriebsteams die Infrastruktur von einem Engpass in einen Wegbereiter verwandeln und Self-Service-Funktionen bereitstellen, die Entwickler befähigen, während gleichzeitig die für den Betrieb erforderliche Governance und Kontrolle erhalten bleiben.
Die Vorteile liegen auf der Hand: schnellere Bereitstellungszeiten, geringerer operativer Aufwand, verbesserte Compliance und bessere Ressourcennutzung. Der Implementierungsweg bietet Organisationen in jeder Phase ihrer Automatisierungsreise eine praktische Roadmap. Dazu gehören die Definition von Workflows, die Entwicklung von Blueprints, die Erstellung von Self-Service-Katalogen und die Einführung einer richtlinienbasierten Governance.
Sind Sie bereit, automatisierte VM-Provisionierung aus erster Hand zu erleben? Machen Sie den Test Drive mit NCM Self-Service, um zu sehen, wie eine einheitliche Orchestrierung Ihre Infrastrukturabläufe transformieren kann. Oder sprechen Sie mit einem Nutanix-Experten , um zu besprechen, wie Automatisierung Ihre spezifischen Infrastrukturprobleme angehen und Ihre Cloud-Strategie beschleunigen kann.