Innerhalb weniger Wochen modernisiert der Telekommunikationsanbieter seine IT-Infrastruktur für sensible Compliance-Anwendungen und betreibt diese nun zuverlässig und sicher auf der Nutanix Cloud Platform.
In Telekommunikationsunternehmen gibt es Anwendungen, die aus regulatorischen Gründen hochverfügbar sein müssen. Bei Telefónica Deutschland kümmert sich die Abteilung Special Services um die Bereitstellung dieser Applikationen. Als der Vertrag mit dem bisherigen Infrastrukturanbieter auslief, entschied sich das IT-Team für einen Neuanfang mit Nutanix. Mit Unterstützung des IT-Partners SVA migrierte Telefónica Deutschland mehr als 100 virtuelle Maschinen und zahlreiche Terabyte an Daten auf eine hochverfügbare Nutanix Cloud Platform in zwei Rechenzentren. Die neue Umgebung bietet dem Unternehmen hohe Ausfallsicherheit für kritische Anwendungen und ermöglicht gleichzeitig einen wirtschaftlichen und weitgehend automatisierten Betrieb.
Nahtlose Migration im laufenden Betrieb
Telefónica Deutschland migrierte die vorhandenen Systeme sicher und mit einer Downtime von wenigen Minuten auf die on-prem betriebene Nutanix Cloud Platform. Kritische Prozesse konnten so mit einer minimalen Unterbrechung weiterlaufen.
Hohe Wirtschaftlichkeit und operative Effizienz
Durch die Ablösung der bisherigen Virtualisierungsplattform reduziert Telefónica Deutschland Abhängigkeiten und schafft eine planbare Kostenbasis. Die Nutanix-Plattform vereinfacht zudem den Betrieb durch automatisierte Workflows.
Eine Plattform für alle Workloads
Virtuelle Maschinen, Container und KI-Anwendungen lassen sich künftig auf einer gemeinsamen Infrastruktur betreiben. Neue Anforderungen können so flexibel und ohne Architekturwechsel umgesetzt werden.
Ich war mir am Anfang nicht sicher, ob wir eine solch umfassende Änderung unserer Infrastruktur wirklich ohne Reibungsverluste durchführen können. Aber das Ergebnis hat letztlich unsere Erwartungen übertroffen. Die komplette Migration vom bisherigen Anbieter auf Nutanix war innerhalb von drei Wochen erledigt.
Telefónica Deutschland ist ein führender Komplettanbieter von Telekommunikationsdiensten für Privat- und Geschäftskunden. Das Portfolio der Kernmarke o2 sowie diverser Zweit- und Partnermarken umfasst neben klassischen Telefonie- und Internetanschlüssen auch innovative digitale Services im Bereich Internet der Dinge und Datenanalyse. Im Mobilfunk betreut Telefónica Deutschland rund 35 Millionen Mobilfunkanschlüsse und erreicht mit seinem leistungsstarken Mobilfunknetz mehr als 99 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica S.A. mit Sitz in Madrid, einem der größten Telekommunikationskonzerne der Welt.
Innerhalb des Unternehmens betreibt die Abteilung Special Services eine Reihe von IT-Systemen, die regulatorische Prozesse unterstützen. Diese Systeme verarbeiten große Datenmengen und stellen Anwendungen bereit, die unter strengen rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen betrieben werden. „Wir bewegen uns in einem Umfeld, in dem Stabilität und Verlässlichkeit absolute Priorität haben“, erklärt Christian Wünsche, Head of Legal Digital Solutions bei Telefónica Deutschland. „Unsere Systeme müssen jederzeit verfügbar sein und gleichzeitig höchste Anforderungen an Compliance und Datensicherheit erfüllen.“
Telefónica Deutschland entschied sich, die bestehende Infrastruktur neu zu bewerten und Alternativen zu evaluieren. Das Ziel war, einen langfristigen strategischen Partner für den Betrieb dieser geschäftskritischen Systeme zu finden.
Eine der größten Herausforderungen lag dabei nicht nur in der Auswahl der passenden Technologie, sondern vor allem in der Migration selbst. Alle Systeme mussten möglichst ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs auf die neue Infrastruktur übertragen werden. „Wir konnten uns bei dieser Migration praktisch keine Downtime leisten“, unterstreicht Robert Tausend, Analyst Technology & Data Disclosure bei Telefónica Deutschland. „Die zentrale Frage war daher: Wie bekommen wir unsere komplette Umgebung auf eine neue Plattform, während unsere Systeme weiterlaufen und alle regulatorischen Anforderungen erfüllt bleiben?“
Die Anforderungen an die neue Infrastruktur für den Legal Tech-Bereich bei Telefónica Deutschland waren klar definiert. Die Plattform musste eine hochverfügbare Architektur über zwei Rechenzentren hinweg unterstützen, datenintensive Workloads zuverlässig verarbeiten und gleichzeitig mit möglichst geringem administrativem Aufwand auskommen.
„Wir haben schnell gesehen, dass es am Markt nur wenige Anbieter gibt, die für uns in Frage kommen“, erklärt Robert Tausend. „Nutanix konnte uns schließlich in allen Punkten überzeugen. Mit der Nutanix Cloud Platform lassen sich alle unsere Workloads zuverlässig über eine ausfallsichere Cluster-Architektur bereitstellen. Gleichzeitig minimieren die nahtlose Integration aller Komponenten und die durchgängige Automatisierung den operativen Aufwand für uns.“
Neben den technischen Anforderungen spielte auch die wirtschaftliche Perspektive eine wichtige Rolle. „Die Nutanix Cloud Platform mit dem integrierten AHV-Hypervisor bietet uns ein attraktives Komplettpaket für den Betrieb unserer kritischen Geschäftsanwendungen“, sagt Christian Wünsche. „Die Ausgaben sind transparent und planbar und liegen unter den Kosten, die für eine Verlängerung der bisherigen Infrastrukturplattform angefallen wären.“
Bei der Planung und Umsetzung der Migration wurde Telefónica Deutschland von dem IT-Dienstleister SVA, einem Nutanix Premier Reseller, unterstützt. Die Experten des Unternehmens analysierten unter anderem die vorhandene IT-Infrastruktur und nutzten das Nutanix Collector Tool, um die Konfigurations- und Leistungsdaten der VxRail-Umgebung zu erfassen. Auf dieser Basis wurde dann mit Hilfe des Nutanix Sizer Tools die Kapazität der Nutanix Cloud Platform geplant.
Für die Umsetzung des gesamten Projekts stand nur ein relativ kleines Zeitfenster zur Verfügung. SVA begann daher unmittelbar nach Lieferung der Hardware damit, die Nutanix-Plattform in den Rechenzentren von Telefónica Deutschland einzurichten und die Migration vorzubereiten. Insgesamt umfasst die neue Cluster-Infrastruktur 23 Nodes, auf denen umfangreiche Datenbanken sowie anspruchsvolle Linux- und Unix-Systeme laufen. Alle Daten werden synchron zwischen den beiden Standorten gespiegelt. Das trägt dazu bei, dass geschäftskritische Services auch bei einem Komplettausfall eines Rechenzentrums weiterhin erreichbar sind.
Migration innerhalb weniger Tage – mit acht Minuten Downtime
Die eigentliche Migration der Umgebung verlief so reibungslos, wie es sich die Verantwortlichen von Telefónica Deutschland gewünscht hatten. Mit dem Migrationstool Nutanix Move wurden die virtuellen Maschinen in die neue Umgebung repliziert, während die bestehenden Systeme zunächst weiterliefen. So konnten die Projektpartner die Umstellung von der VxRail-Infrastruktur auf die Nutanix-Plattform vorbereiten, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.
In weniger als zwei Tagen migrierte Telefónica Deutschland mehr als 100 virtuelle Maschinen und zahlreiche Terabyte Daten auf die neue Plattform. Bei der finalen Umschaltung betrug die tatsächliche Downtime in dieser Umgebung nur etwa acht Minuten. „Wir haben die Systeme heruntergefahren, die letzten Daten synchronisiert und die Systeme auf der anderen Seite wieder gestartet. Nach acht Minuten standen alle Anwendungen wieder zur Verfügung“, berichtet Robert Tausend. „Für eine Umgebung dieser Größenordnung war das wirklich beeindruckend.“
Wirtschaftlicher Betrieb und minimaler operativer Aufwand
Mit der Nutanix Cloud Platform profitiert Telefónica Deutschland von einer schlüsselfertigen und kosteneffizienten Infrastruktur für den Legal Tech-Bereich. Die Plattform umfasst alle benötigten Compute-, Storage-, Netzwerk- und Management-Funktionen in einer integrierten Lösung und bringt den AHV Hypervisor für den Betrieb der virtuellen Maschinen mit. Das Unternehmen reduziert damit die Abhängigkeit von einem externen Virtualisierungsanbieter und muss kein zusätzliches Budget für Virtualisierungslizenzen einplanen.
Zudem ist der operative Aufwand für den Betrieb der Nutanix-Cluster sehr gering. „Wir haben uns schnell an die Management-Oberfläche von Nutanix Prism gewöhnt und können heute alle wichtigen Aufgaben darüber steuern – von der Überwachung der einzelnen Komponenten bis zur Bereitstellung neuer VMs. Dank des hohen Automatisierungsgrads und Funktionen wie One-Click-Upgrades müssen wir dafür nur wenig Zeit investieren“, sagt Robert Tausend.
Sehr zufrieden ist das IT-Team von Telefónica Deutschland auch mit dem Nutanix-Support. Anfragen werden schnell aufgenommen und lösungsorientiert bearbeitet – bei Bedarf auch in enger Abstimmung über Remote-Sessions. „Der Support von Nutanix hat uns wirklich positiv überrascht“, unterstreicht Robert Tausend. „Die Spezialisten helfen aktiv bei der Fehlersuche und führen uns Schritt für Schritt durch die Analyse. Das entlastet uns im Alltag erheblich.“
Zukunftssichere Plattform für wachsende Anforderungen
Mit der Nutanix Cloud Platform verfügt Telefónica Deutschland über eine Infrastruktur, die nicht nur den aktuellen Bedarf zuverlässig abdeckt, sondern auch langfristig mit den steigenden Anforderungen des Umfelds Schritt halten kann. Die Nutanix-Plattform lässt sich bei Bedarf einfach durch zusätzliche Nodes erweitern, um sowohl Rechenleistung als auch Speicher flexibel zu skalieren – eine Entwicklung, die für das Team von Telefónica Deutschland bereits absehbar ist.
„Uns war es wichtig, eine Infrastruktur zu haben, die nicht nur heute funktioniert, sondern auch zukünftige Anforderungen abdecken kann“, sagt Christian Wünsche. „Mit der Nutanix Cloud Platform sind wir für die nächsten Jahre wirklich gut aufgestellt.“
Blick in die Zukunft
Aktuell prüft Telefónica Deutschland, wie sich die Nutanix-Plattform künftig noch breiter nutzen lässt. Im Fokus stehen dabei vor allem Cloud-native Ansätze und die Integration neuer Anwendungstypen in die bestehende Infrastruktur.
In diesem Zusammenhang evaluiert das IT-Team den Einsatz der Nutanix Kubernetes Platform (NKP) für containerbasierte Workloads.
Darüber hinaus befasst sich Telefónica Deutschland mit der weiteren Modernisierung der Infrastruktur sowie dem Betrieb von KI-Workloads unter dem Aspekt der Datensouveränität. Gemeinsam mit dem Partner SVA werden derzeit kontinuierlich weitere Möglichkeiten und Lösungen untersucht, um die Plattform strategisch zu ergänzen und zukunftsfähig aufzustellen.
SVA gehört zu den führenden IT-Dienstleistern Deutschlands und beschäftigt mehr als 3.800 Mitarbeiter an 28 Standorten. Das unternehmerische Ziel von SVA ist es, hochwertige IT-Produkte führender Hersteller mit dem Projekt-Know-how, dem Servicespektrum und der Flexibilität von SVA zu verknüpfen, um so optimale Lösungen für die Kunden zu erarbeiten. Darüber hinaus bietet SVA eine Reihe von eigenen Softwareprodukten an, die die Möglichkeiten der Lösungsgestaltung deutlich erhöhen.
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