DRITTER JÄHRLICHER NUTANIX ENTERPRISE CLOUD INDEX

Unternehmen wagen den Schritt in die Hybrid-IT

UNTERNEHMEN WAGEN DEN SCHRITT ZUR HYBRID CLOUD

der Befragten gaben an, dass COVID-19 dazu geführt hat, dass die IT in ihren Unternehmen strategischer betrachtet wird

der Unternehmen wählen Hybrid Cloud als ideales Betriebsmodell

der Befragten, die derzeit eine lokale Infrastruktur betreiben, haben eine hyperkonvergente Infrastruktur eingerichtet oder planen, dies zu tun

Hintergrund und Forschungsziele

Bereits das dritte Jahr in Folge hat Nutanix Untersuchungen in Auftrag gegeben, um mehr über den Stand der globalen Implementierungen und Einführungspläne von Enterprise Clouds zu erfahren. Mitte 2020 befragte das britische Marktforschungsinstitut Vanson Bourne 3.400 IT-Entscheidungsträger auf der ganzen Welt, wo sie heute ihre Geschäftsanwendungen betreiben, wo sie diese in Zukunft ausführen wollen, was ihre Cloud-Herausforderungen sind und wie sich ihre Cloud-Initiativen im Vergleich zu anderen IT-Projekten und -Prioritäten entwickeln. In diesem Jahr wurden die Befragten auch zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf aktuelle und zukünftige Entscheidungen über die IT-Infrastruktur befragt und wie sich die IT-Strategie und die Prioritäten aufgrund der Pandemie ändern könnten.

Die Grundlage der Befragten des dritten jährlichen ECI umfasste mehrere Branchen, Unternehmensgrößen und die folgenden Regionen: Amerika, Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sowie die Region Asien-Pazifik (APJ).

Wichtigste Erkenntnisse

1

Die meisten Unternehmen haben sich auf den Weg gemacht, ihr IT-Betriebsmodell der Wahl zu verwirklichen: eine Hybrid Cloud-Infrastruktur.

Die Befragten aus aller Welt berichten, dass sie die ersten wichtigen Schritte für den erfolgreichen Einsatz einer Hybrid Cloud-Umgebung unternommen haben, die von 86% als ihr ideales Betriebsmodell angesehen wird. Zu diesen Schritten gehören die Einführung einer hyperkonvergenten Infrastruktur (HCI) in ihren Rechenzentren und die Stilllegung nicht Cloud-fähiger Rechenzentren zugunsten der Nutzung von Private und Public Clouds. Die Umfrageteilnehmer gaben auch an, häufiger als alle anderen (26%) ein kombiniertes Modell aus Private Cloud, Public Cloud und traditionellem Rechenzentrum zu betreiben, was wahrscheinlich ein Sprungbrett zu einer vollständig integrierten Hybrid Cloud-Umgebung darstellt.

2

Globale IT-Teams planen erhebliche Änderungen der Infrastruktur.

Sie gehen davon aus, dass der Einsatz von Hybrid Clouds in den nächsten fünf Jahren um mehr als 37 Prozentpunkte zunehmen wird und dass die Zahl der nicht Cloud-fähigen Rechenzentren entsprechend um 15 Punkte zurückgehen wird.

3

Strategische Geschäftsergebnisse treiben den Wandel stärker voran als die Kosten.

Die Befragten gaben an, dass ihre Hauptmotive für die Änderung ihrer IT-Infrastrukturen darin bestehen, eine größere Kontrolle über ihre IT-Ressourcen zu erhalten (58%), die Flexibilität zu gewinnen, um dynamischen Geschäftsanforderungen gerecht zu werden (55%) und den Support für Kunden und Remote-Mitarbeiter zu verbessern (jeweils 46%). Dagegen nannten nur 27% Kostensenkungen als treibende Kraft.

4

Befragte, die Hybrid Clouds betreiben, planen, sich auf die positiven Auswirkungen von COVID-19 auf ihr Geschäft zu konzentrieren.

Unternehmen, die Hybrid Cloud-Umgebungen betreiben, geben eher an, dass sie planen, ihre Organisation agiler zu machen, und suchen nach Möglichkeiten, durch COVID-19 wettbewerbsfähiger zu werden, als Unternehmen, die andere Bereitstellungsmodelle verwenden. Außerdem bieten sie wegen der Pandemie eher flexible Arbeitsoptionen an und stärken ihre Geschäftskontinuitätspläne. Diese Erkenntnis impliziert, dass eine Hybrid-Cloud-Infrastruktur sie zur Erreichung dieser Ziele günstiger positioniert, als dies bei anderen Strukturen der Fall sein könnte.

5

Die globale Pandemie hat die Bedeutung der IT verstärkt und die Einführung von Clouds vorangetrieben.

Mehr als drei Viertel (76%) der Befragten gaben an, dass COVID-19 dazu geführt hat, dass die IT in ihren Unternehmen strategischer betrachtet wird. Darüber hinaus gaben 46% der Umfrageteilnehmer an, dass sie ihre Hybrid-Investitionen als direkte Folge der Pandemie erhöht haben.

6

Unternehmen sind zunehmend auf mehrere Public Clouds angewiesen, um ihren Anforderungen gerecht zu werden.

Von denen, die Public Clouds einsetzen, nutzen 63% der Befragten zwei oder mehr Public Clouds oder die Multi-Cloud. Die Umfrageteilnehmer erwarten, dass diese Zahl in den nächsten 12 Monaten auf 71% steigen wird. Dies deutet darauf hin, dass die Unternehmen nach der Flexibilität suchen, die ihnen die verschiedenen Public Cloud-Anbieter bieten.

Überblick:

MITTEN IN DER PANDEMIE BEREITEN IT-TEAMS EINE INTEGRIERTE CLOUD-INFRASTRUKTUR VOR

Drei Jahre in Folge hat die Mehrheit der für den Enterprise Cloud Index (ECI) befragten globalen IT-Profis integrierte Private und Public Clouds – bezeichnet als Hybrid Cloud – als ihr bevorzugtes IT-Betriebsmodell eingestuft. In diesem Jahr stimmten 86% der 3.400 Umfrageteilnehmer des ECI zu, dass die Hybrid Cloud das „ideale IT-Betriebsmodell für mein Unternehmen“ sei. Die Zustimmung zu dieser Aussage reichte in den drei Jahren, in denen die ECI-Studie durchgeführt wurde, von 85% bis 91% aller Befragten weltweit.

Status der Implementierungen von Hybrid Clouds

Die Begeisterung der Unternehmen für das hybride IT-Modell war in allen drei Untersuchungsjahren groß, obwohl die meisten Unternehmen noch immer Mühe haben, es vollständig zu übernehmen. Zu den Gründen, die im Folgenden erörtert werden, gehören noch im Reifeprozess befindliche Cloud-Management-Tools, der Mangel an Talenten, die sich mit unterschiedlichen Cloud-Plattformen auskennen, wirtschaftliche und regulatorische Trends sowie die Notwendigkeit, herkömmliche Infrastrukturen abzuschreiben oder umzustellen. Diese Probleme haben dazu geführt, dass Hybrid Cloud-Bereitstellungen bisher recht wenig verbreitet sind (Abbildung 1).

Abbildung 1. Hybrid Cloud-Pläne vs. tatsächliche Implementierungen im Jahresvergleich

Es ist anzumerken, dass in der dritten jährlichen ECI-Umfrage die Frage gestellt wurde, ob die Befragten ausschließlich Hybrid Cloud-Umgebungen betreiben (unter Ausschluss aller anderen Arten von Clouds und Rechenzentren). Es ist möglich, dass zusätzlich zu den etwa 12%, die angaben, dass sie ausschließlich Hybrid Cloud-Infrastrukturen betreiben, einige andere Befragte möglicherweise auch integrierte Hybrid Cloud-Infrastrukturen neben anderen Infrastrukturtypen einsetzen.

Neue Cloud-Investitionen

Die meisten Unternehmen geben an, dass sie dabei sind, auf eine Hybrid Cloud-Infrastruktur umzustellen. Hybrid Clouds erfordern von den Unternehmen Investitionen sowohl in Private als auch Public Clouds, die letztendlich in gemeinsame Management- und Sicherheitsrichtlinien integriert werden und eine Anwendungsportabilität zwischen ihnen ermöglichen. Die Befragten des dritten jährlichen ECI gaben an, dass sie bedeutende Fortschritte bei der Einrichtung von Private Clouds und der Stilllegung nicht Cloud-fähiger Rechenzentren gemacht haben sowie allgemein ihre Cloud-Investitionen erhöht haben.

Doch für ältere, etablierte Unternehmen geschehen solche Übergänge nicht von heute auf morgen. „Wenn man mehr als 20 Jahre Erfahrung in seinem Unternehmen hat, wird die Cloud-Migration teuer, weil man in neue Ressourcen investiert und dann feststellt, dass man einige alte Dinge nicht abschalten kann“, sagt Dominic Maidment, Technology Architect bei Total Gas and Power Ltd. in Red Hill, Surrey, England. „Nicht alles lässt sich in die neue Umgebung transferieren. Und ganz gleich, ob man auf eine neue Plattform wechselt, „Lift-and-Shift“ nutzt oder [mit SaaS] neue Anschaffungen tätigt, man muss die Daten trotzdem noch anpassen, verschieben und alte und neue Welten integrieren, bis man bereit ist, loszulassen. Das ist eine große Sache, deshalb muss man sich über den Wert der Ausführung in der neuen Umgebung im Klaren sein. Ich denke, dies sind einige der Gründe, warum viele an der Implementierung der Hybrid Cloud scheitern.“

Hindernisse bei der Einführung

Darüber hinaus verlangsamen einige andere Probleme vorübergehend weiterhin das Tempo der Einführung von Hybrid Clouds:

Im weiteren Verlauf dieses Berichts werden die Cloud-Pläne, Beweggründe, Herausforderungen globaler Unternehmen und damit zusammenhängende Phänomene, die die zukünftigen Wege ihrer IT-Infrastruktur beeinflussen, näher betrachtet.

„Es fehlen Standards. Wenn ich mir die Zeit nehme, herauszufinden, wie ich zum Beispiel auf Azure umsteigen kann, werde ich dort bleiben, weil es zu zeitaufwändig ist, mehrere proprietäre Cloud-Plattformen zu erlernen.“

Joe Kaplovitz, CTO, Kaplan Companies, Highland Park, New Jersey, USA

DAS HYBRID-VERSPRECHEN

Warum nimmt die Alternative einer Hybrid Cloud-Infrastruktur bei den IT-Abteilungen von Unternehmen nach wie vor einen so hohen Stellenwert ein? Die Antworten des dritten jährlichen ECI weisen darauf hin, dass die Anziehungskraft nicht nur in den Kosteneinsparungen liegt, die vor einem Dutzend Jahren den ursprünglichen Run auf das Cloud Computing auslösten.

Verbesserung der Geschäftsergebnisse

Die Befragten gaben an, dass sie sich von ihren derzeitigen IT-Bereitstellungsmodellen in erster Linie abwenden, um bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Insbesondere glauben sie, dass sie die Flexibilität dazu gewinnen werden, um:

die Geschäftsanforderungen besser zu erfüllen (55%)

den Support für Kunden (46%) und Remote-Mitarbeiter (46%) zu verbessern

eine stärkere Datensicherheit zu erzielen (40%)

Kosteneinsparungen sind jetzt weniger ein Treiber: Nur 27% der Befragten gaben dies als Grund für die Änderung ihrer IT-Betriebsmodelle an.

Warum assoziieren Unternehmen diese geschäftlichen Vorteile mit einer Hybrid Cloud-Infrastruktur? Die Antwort könnte darin liegen, zu definieren, was eine echte Hybrid Cloud ist und was sie tut.

Optimierung der Ausführungsorte von Workloads

Globale Unternehmen haben lange Zeit auf die Cloud gesetzt und geben immer wieder an, dass sie die Freiheit haben wollen, Workloads in der für sie am besten geeigneten Cloud-Infrastruktur auf der Grundlage schwankender Kriterien auszuführen. Der „beste“ Ausführungsort könnte also dynamisch durch Kosten, Compliance-Anforderungen, Zeitdruck zur Markteinführung, einem Mehrbedarf an Rechenleistung, der On-Demand-Kapazität erfordert sowie andere Geschäfts- oder Technologievariablen bestimmt werden.

Die ideale Cloud könnte die Private oder die Public Cloud sein, und Unternehmen wünschen sich die Flexibilität, Workloads zwischen ihnen zu verschieben, wenn sich die Anforderungen ändern. Zusammen können Private und Public Cloud-Infrastrukturen, die in der Lage sind, diese Flexibilität mit einem gemeinsamen Management und einer einheitlichen Sicherheit zu unterstützen, ein Modell liefern, das von den meisten als das ideale Betriebsmodell angesehen wird und die Vorteile einer Hybrid Cloud-Infrastruktur bietet. Sie machen die Grenzen zwischen Cloud-Umgebungen für Anwender und IT nahezu unsichtbar.

Wachstumsausrichtung

Derzeit geben knapp 12% der globalen Unternehmen an, dass sie nur eine Hybrid Cloud und keine andere IT-Infrastruktur betreiben. Nicht viel mehr – nur 18% – betreiben immer noch ausschließlich traditionelle, nicht Cloud-fähige Rechenzentren. Eine größere Zahl gibt an, kombinierte Infrastrukturmodelle und Private Clouds zu betreiben; dies steht im Einklang mit Unternehmen, die sich auf einer Übergangsphase zur Hybrid Cloud befinden, da sie zunächst Hybrid Cloud-Elemente einführen, um sie schließlich zu integrieren.

Obwohl der Einsatz von Hybrid Clouds noch in den Kinderschuhen steckt, bleiben globale Unternehmen ehrgeizig: Sie wollen die ausschließliche Nutzung der Hybrid Cloud in drei bis fünf Jahren auf 49% steigern. Zu diesem Zeitpunkt beabsichtigen nur 2% der globalen Umfrageteilnehmer, weiterhin ausschließlich traditionelle, nicht Cloud-fähige Rechenzentren zu betreiben (Abbildung 2).

Abbildung 2. Aktuelle und geplante Modelle der IT-Infrastruktur*